
Berufsunfähigkeitsversicherung Siegen: Wann zahlt die BU?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt Ihnen eine vereinbarte monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf wegen Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können. In den AXA-Tarifen reicht es, wenn dieser Zustand voraussichtlich mindestens sechs Monate anhält. Auf einen anderen Beruf, den Sie theoretisch noch ausüben könnten, werden Sie nicht verwiesen.
Maßgeblich ist der Beruf, den Sie zuletzt ausgeübt haben, und zwar so, wie Ihr Arbeitsalltag konkret aussah. Eine Fliesenlegerin aus Wilnsdorf, die wegen Rückenproblemen nicht mehr knien und schwer heben kann, gilt als berufsunfähig, wenn sie ihre Tätigkeit zu mindestens 50 Prozent nicht mehr schafft. Dann zahlt die BU die volle vereinbarte Rente, nicht nur die Hälfte.
Gesundheitsfragen sorgfältig beantworten
Vor dem Abschluss fragt der Versicherer nach Erkrankungen, Behandlungen und Medikamenten in bestimmten Zeiträumen. Antworten Sie vollständig und wahrheitsgemäß. Fehlen wichtige Angaben, kann der Versicherer später vom Vertrag zurücktreten, und das trifft Sie genau dann, wenn Sie die Rente brauchen. Vorerkrankungen bedeuten nicht automatisch eine Ablehnung, möglich sind auch ein Leistungsausschluss oder ein Zuschlag. Wir gehen die Fragen in Ruhe mit Ihnen durch und klären vorher, welche Unterlagen Sie von Ihrer Hausarztpraxis brauchen.
Früh abschließen, lange absichern
Je jünger und gesünder Sie beim Abschluss sind, desto günstiger ist in der Regel der Beitrag. Das gilt für Auszubildende im Siegerländer Handwerk ebenso wie für Studierende an der Universität Siegen. In den ersten fünf Jahren können Sie den Schutz bei AXA ohne konkreten Anlass anpassen. Die Laufzeit sollte möglichst bis zum Rentenbeginn reichen, damit keine Lücke bis zur Altersrente entsteht.
Handwerk und körperliche Berufe
Maler, Installateure oder Trockenbauer im Siegerland: Wer körperlich arbeitet, braucht passenden Schutz. Wir prüfen BU und Existenzschutz mit Ihnen.
Ausbildung und Studium
Azubis und Studierende der Universität Siegen sichern sich jung und meist gesund ihren Schutz und können ihn später an ihr Einkommen anpassen.
Familien und Hauptverdiener
Sie tragen Kredit, Miete oder Verantwortung für Kinder? Wir rechnen mit Ihnen aus, welche BU-Rente Ihren Alltag im Ernstfall wirklich trägt.
Was leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung von AXA?
Die BU von AXA zahlt in allen drei Tarifen die volle Rente ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit, verzichtet auf die abstrakte Verweisung und sieht keine Karenzzeit vor. Je nach Tarif kommen Leistungen bei längerer Krankschreibung und eine steigende Rente im Leistungsfall hinzu. Welche Bausteine zu Ihrem Beruf passen, besprechen wir persönlich mit Ihnen.
- Volle Rente ab 50 Prozent: Sie erhalten die vereinbarte Monatsrente in voller Höhe, sobald Sie Ihren Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können.
- Kein Verweis auf andere Berufe: AXA verzichtet in allen Tarifen auf die abstrakte Verweisung. Ihr bisheriger Beruf bleibt der Maßstab.
- Sofortrente bei schweren Diagnosen: Bei Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt zahlt AXA laut Produktbeschreibung 15 Monate lang eine Sofortrente.
- Leistung bei Krankschreibung: In den Tarifen M und L gibt es schon bei einer Krankschreibung von sechs Monaten oder mehr eine Rente, auch ohne festgestellte Berufsunfähigkeit.
- Flexibel im Berufsleben: Anpassung in den ersten fünf Jahren ohne konkreten Anlass und keine Beitragserhöhung, wenn Sie später in einen risikoreicheren Beruf wechseln.
Varianten im Überblick
Tarif S
Volle Rente ab 50 %, Verzicht auf abstrakte Verweisung und Sofortrente bei schweren Diagnosen. Solider Schutz für den Einstieg.
Tarif M
Alles aus Tarif S plus Rente bei einer Krankschreibung ab sechs Monaten. Ausgewogen für viele Angestellte und Handwerker.
Tarif L
Alles aus Tarif M plus Leistungsdynamik: Ihre laufende BU-Rente steigt um einen vereinbarten Prozentsatz und gleicht Inflation aus.
Welche Variante zu Ihnen passt, rechnen wir gemeinsam durch: persönlich, verständlich und mit einer klaren Empfehlung.
Was kostet eine BU und was zahlt der Staat?
Der Beitrag hängt vor allem von Ihrem Beruf, Eintrittsalter, Gesundheitszustand, der Höhe der BU-Rente und der Laufzeit ab. Körperlich anstrengende Berufe sind in der Regel teurer zu versichern als Büroberufe. Vom Staat gibt es nur die Erwerbsminderungsrente, und die volle Rente erhält nur, wer in keiner Tätigkeit mehr drei Stunden täglich arbeiten kann.
Einen Pauschalpreis gibt es bei der BU nicht, der Beitrag wird für Sie persönlich berechnet. Diese Faktoren spielen die größte Rolle:
- Ihr Beruf und der Anteil körperlicher Arbeit
- Ihr Alter und Ihr Gesundheitszustand beim Abschluss
- Die Höhe der monatlichen BU-Rente
- Die Laufzeit, idealerweise bis zum Rentenbeginn
- Zusatzleistungen wie Krankschreibungsleistung oder Leistungsdynamik
Erwerbsminderungsrente: der gesetzliche Basisschutz
Die Deutsche Rentenversicherung fragt nicht nach Ihrem Beruf, sondern danach, wie viele Stunden Sie in irgendeiner Tätigkeit noch arbeiten können. Die volle Erwerbsminderungsrente gibt es erst, wenn es weniger als drei Stunden täglich sind. Wer drei bis unter sechs Stunden schafft, erhält die halbe Rente. Voraussetzung sind in der Regel fünf Jahre Versicherungszeit und drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren. Einen Berufsschutz gibt es nur noch für Menschen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind.
Alternative: Existenzschutz
Ist eine BU wegen Vorerkrankungen oder eines körperlich belastenden Berufs schwer zu bekommen oder zu teuer, kann eine Existenzschutzversicherung eine Lösung sein. Sie zahlt eine monatliche Rente bei klar definierten Ereignissen, etwa schweren Krankheiten, dem Verlust von Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören oder Sprechen oder bei Pflegebedürftigkeit. Sie ersetzt die BU nicht vollständig, schließt aber eine wichtige Lücke.
Deutsche Rentenversicherung (Erwerbsminderungsrente), AXA Produktinformationen Berufsunfähigkeitsversicherung, Stand November 2026
Fragen und Antworten aus der Beratung
Ab wann gilt man als berufsunfähig?
In den AXA-Tarifen sind Sie berufsunfähig, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf wegen Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können und dieser Zustand voraussichtlich mindestens sechs Monate anhält. Maßgeblich ist Ihr konkreter Arbeitsalltag, also welche Tätigkeiten Sie tatsächlich erledigt haben. Ärztliche Unterlagen und eine genaue Beschreibung Ihrer Tätigkeit helfen bei der Prüfung. Wir begleiten Sie dabei in unserer Agentur in Siegen.
Welche Rolle spielen die Gesundheitsfragen?
Die Gesundheitsfragen sind die Grundlage Ihres Vertrags. Gefragt wird nach Erkrankungen, Behandlungen und Medikamenten in festgelegten Zeiträumen. Antworten Sie vollständig und wahrheitsgemäß, denn falsche oder fehlende Angaben können dazu führen, dass der Versicherer später vom Vertrag zurücktritt. Vorerkrankungen bedeuten nicht automatisch eine Ablehnung, möglich sind auch ein Leistungsausschluss oder ein Beitragszuschlag. Wir prüfen mit Ihnen vorab, was Sie angeben müssen.
Wann sollte ich eine BU abschließen und wie lange sollte sie laufen?
Am besten früh, etwa in der Ausbildung, im Studium oder beim Berufsstart. Jüngere Menschen haben meist weniger Vorerkrankungen anzugeben und zahlen in der Regel geringere Beiträge. Die Laufzeit sollte möglichst bis zum Rentenbeginn reichen, damit keine Lücke zwischen BU-Rente und Altersrente entsteht. In den ersten fünf Jahren können Sie den Schutz bei AXA ohne konkreten Anlass an Ihre Lebenssituation anpassen.
Reicht die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht aus?
Für die meisten Berufstätigen nicht. Die volle Erwerbsminderungsrente erhalten Sie nur, wenn Sie in keiner Tätigkeit mehr drei Stunden täglich arbeiten können. Ihr bisheriger Beruf spielt dabei keine Rolle, denn wer nach dem 1. Januar 1961 geboren ist, hat keinen Berufsschutz mehr. Die Höhe richtet sich nach Ihren bisherigen Beiträgen. Ihre jährliche Renteninformation zeigt, mit welchem Betrag Sie bei voller Erwerbsminderung rechnen könnten.
Was kann ich tun, wenn ich keine BU bekomme?
Ist eine BU wegen Vorerkrankungen oder eines körperlich anstrengenden Berufs nicht oder nur sehr teuer möglich, gibt es Alternativen. Die Existenzschutzversicherung zahlt eine monatliche Rente zum Beispiel bei schweren Krankheiten, beim Verlust von Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören oder Sprechen, nach einem schweren Unfall oder bei Pflegebedürftigkeit. Sie sichert damit klar definierte Ereignisse ab, nicht die Berufsunfähigkeit selbst. Wir besprechen beide Wege mit Ihnen.